Mali - Klettern Main de Fatma
Die Flucht in den Süden zum Klettern... Diesmal etwas weiter bis auf den afrikanischen Kontinent nach Mali.
*=Riesenspaß oder was treibt jemanden sonst dazu, sich im Gebirge rumzutreiben :-)
Die Flucht in den Süden zum Klettern... Diesmal etwas weiter bis auf den afrikanischen Kontinent nach Mali.
Eigentlich wäre Toms und mein Plan die Monster Line im Pitztal gewesen. Aber der Neuschnee vor allem im Mittelteil beunruhigte uns etwas. Also musste ein Alternativplan her und so zog ich das Topo vom "Letzten Einhorn" aus dem Ärmel. Passt, also nix wie hin... - und da iss es: Mmmh, schaut spannend aus. Egal, mal anschauen. Hier kommt der Tom zum Ende der ersten Länge. Von den unteren 50m gibts leider kein Buidl - die wären die spannenden gewesen ;-) Beim klettern musste ich immer die Beschreibung an die Orgler-Tour Metamorphose denken. Nur eben eine WI5-Eisglasur. Die beste Zwischensicherung - ein Normalhakl - steckt nach ca. 10m, danach wäre der ein oder andere Friend am Gurt vielleicht hilfreich gewesen, da bei max. 5cm Eis kein Eisschraube so wirklich hält.
Jetzt steh ich aber an zwei soliden Bolts und ausserdem ist der Tom dran. Zwar wird das Eis nur etwas massvier, dafür steiler - aber immerhin gut abgesichert mit Bolts bzw. oben lassen sich wieder gut Eisschrauben setzen. Trotzdem - langweilig ist die Länge nicht!
Im Anschluss sorgen leichtere Meter in dickem Eis für Entspannung...
...ehe der Ausstiegszapfen kommt. Nachdem bisher jeder auf seine Kosten gekommen ist, wird gelost. Beim Lotto klappts nie - hier bekomm ich den Jackpot. Also, was brauch ich nun...
Nachschlag vom letzten Wochenende am Jochberg - nur diesmal mit Dirks Verstärkung. Nachdem das Zentralcouloir durchaus machbar aussah, wollten wir uns hier mal versuchen. Zwar waren die Temperaturen im leichten +-Bereich, aber es lies sich noch alles super klettern. Den ersten, leichten Teil bis zum Abzweiger der Rampe sind wir seilfrei gegangen, ehe es dann steil wurde.
Über eine Folge von genialen Rinnen, Säulen und Aufschwüngen kann man sich hier in einem genialen Ambiente spielen. Hatte es gar nicht mehr so fein in Erinnerung - schön das man so vieles wieder vergisst... Und teilweise gibt es sogar Stände mit teilweiser Unterstützung von Bohrhaken sowie den ein oder anderen Zwischenhakl - fast Plaisir ;-)
Teilweise war das Eis so massiv, das gleich die Funken sprüten...
Nun hat Dirk den Abbieger nach Links für diese schöne Verschneidung ignoriert. Egal, am Jochberg wirds selten langweilig und so suchten wir uns den Weg durch Fels, Grasbüschl und Latschen nach oben...
Zahme Bayerische Voralpen im alpinen, eisigen Gewand - Eisklettern am Jochberg machts möglich!Am Nachmittag wollte ich wieder in München sein, eine Skitour wollte ich trotz des super Wetters aufgrund der Schneequalität nicht machen - also mal wieder dem Jochberg einen Besuch abstatten.
Am Parkplatz angekommen waren wohl schon mind. 6 Seilschaften am Werke. Vorbei an der Rechten Rinne - hier waren die Ersten am Werke wollte ich mal mein Glück trotz der anbahnenden Erkältung im Rechten Gully versuchen - die ersten Meter vom Auto weg waren schon recht mühsam ;-) Dann mal los...
Die erste und einzige Seilschaft traf ich im Amphietheater. Nettes Ambiente: auf der einen Seite Eis, Fels und Latschen - dreht man den Kopf um 180° blickt man über das sonnige Alpenvorland...In der Länge aus dem Amphietheater wurds bei meiner Variante etwas feucht. Egal, weiter gehts mit der nächsten Säule. Der Vorteil wenn man alleine Unterwegs ist: es wurde selten zu kalt - eher zu warm...
Zu meiner Überraschung turnte ich nach 1.5h übers Kuhgatterl in die Sonne. Doch noch die Rechte Rinne dranhängen?!? Erstmal runter zum Parkplatz, dann weiterschaugn... Nach einer guten halben Stunde war das Auto erreicht - dann, nach einer Ladung Tee und dem super Lebkuchen von meinem Vater auf zur zweiten Etappe in die Rechte Rinne. Deutlich leichter gehts gut rauf und so holte ich bald die ersten Seilschaften wieder ein, die kurz nach mir am Auto heute morgen los sind... Weiter oben traf ich dann noch einen unbekannten Bekannten :-) Hier ein Buidl von mir geschossen vom Flori Forster.
50min nach dem Anziehen der Steigeisen hangelte ich mich durch die Latschen auf den Wanderweg. Endlich wieder Sonne - nach 4.5h konnte ich diese am Auto geniessen. Eigentlich noch genug Zeit für's Rechte Gully - aber ich musste wieder zurück nach München. Leider... - oder Gottseidank ;-)


Nach einem gemütlichen Frühstück bei der Steffi in Reichenhall spielten wir kurz mit dem Gedanken an die Wirtshausfälle bei Schneizelreuth die am Vorabend bei Mondlicht gar nicht so schlecht aussahen. Die Realität bei Tageslicht sah dann aber anders aus ;-) Dann doch zu unserem ursprünglichen Plan und rauf zu den Grünseefällen.
Etwas später als sonst machten wir uns auf den Weg, in der Hoffnung noch freien Platz zu finden. Zu unserer Überraschung war zur Mittagszeit noch immer nix los :-)Mit der Gläsernen Madonna kletterte ich vor gut 10 Jahren meinen ersten großen Eisfall. Nun mit ein paar Metern Eis mehr unter den Zacken wollten wir die steilere Variante Kröll-Schrag-Münchenbach angehen. Im unteren Teil liesen uns die zahlreichen vorhandenen Hooks schnell die zwei Längen klettern.
Nach dem erreichen des Bandes wirds steil. Nun musste wieder selber gearbeitet werden: das steile und harte Eis war zwar nicht so spröde wie vermutet, trotzdem wars ziemlich mühsam. Als Belohnung gabs einen netten Stand in einer super Eishöhle - mit Panorame zum Hocheiser, bei dem mehr los war als bei uns...
Tom geht die letzte Länge an. Im gesamten war's Eis recht gut zu klettern und super absicherbar - nur eben etwas hart...