25 März 2007

Lisenser Fernerkogel (Stubai)

Muss man noch viel zu dieser Skitour sagen? Vielleicht ein bisserl was noch:
Etwas unschlüssig des Ziels und der Lawinenlage gings mit dem Arne und der Julia ins Sellrain. Nun die Qual der Wahl: Zischgeles, Lampsenspitze oder doch der Lisenser? Nach kurzem hin und her befanden wir uns bald darauf auf dem Weg zum Talende...
Laut Arne hat's da eh kaum Wind, der den Schnee verfrachten könnte. Der hielt sich auch brav zurück, bis wir die ersten 200hm hinter uns hatten. Danach wars durchaus windig :-)
Da der erste Pulk schon auf dem Gletscher war, konnten wir fast alleine die Landschaft genießen. Durchaus eine Seltenheit hier!
Die Querung durch die Felsflanke konnte gut mit Ski gemacht werden, jedoch zogen vom Süden die ersten großen Wolken heran, welche den Hauptkamm bereits verschluckt haben.
Der letzte Gipfelgrat war zwar technisch kein Problem, jedoch der Wind war ziemlich nervig - und saukalt...
...so daß die Gipfelrast sehr kurz aus viel. Arne war schon wieder auf dem Abstieg...
Beim letzten Mal konnten wir mit Ski vom Gipfel abfahren, diesmal hats doch zu wenig Schnee gehabt. Trotzdem war die Abfahrt, auch wenn der Schnee unten etwas schwerer wurde, wieder genial und schön lang!

Facts

Lisenser Fernerkogel [1700hm]
Stubaier Alpen
Tourenbeschreibung

17 März 2007

Große Schlenkerspitze (Lechtaler)

Auf der Suche mit dem Chris nach einem ruhigeren Skitourenziel, um dem überlaufenem Sellrain etwas zu entkommen, sind wir im Lechtal gelandet. Das Führerfoto der Großen Schlenkerspitze sieht nach einer schönen Skitour mit einem spannenden Gipfelaufbau aus.
Von Boden am Hahntennjoch gehts ins Fundeistal hinein. Die Reichspitze auf dem Bild bietet ebenfalls schöne Südhänge.
Kommt man auf das erste Joch sieht der Gipfelhang verdammt steil aus, wobei er sich als durchaus gut gangbar entpuppt. Vom Skidepot aus...
...gehts in leichter Kletterei auf den Gipfel.
Bei der Abfahrt hat man dann die Wahl zwischen breiten Hängen und steileren Rinnen.
Im gesamten aber eine Landschaftlich durchaus eindrucksvolle Tour.
Unten raus gehts müssen die Ski wieder aus dem Flußtal getragen werden, eh die Abfahrt noch ein Stück zum Auto vortgesetzt werden kann.
Das Fundeistal - der Gipfel versteckt sich links hinten.

Facts
Große Schlenkerspitze [1500hm]
Lechtaler Alpen
Führer: Skitourenführer Lechtaler Alpen (Panico)

11 März 2007

Hinterer Daunkopf (Stubai)

Endlich hats mal wieder geschneit - und der Wetterbericht ist sogar für einen Tag am Wochenende gut! Zwar etwas weiter zum Fahren, aber hoffentlich genug Schnee: zusammen mit dem Tom gehts zum Hintere Daunkopf.Da wir relativ früh unterwegs waren, konnten wir noch die morgendliche Ruhe vor den Massen genießen.
Massenandrang am Gipfel - willkommen in der stillen Bergwelt. Innerlich verfluche ich die "Freerider", welche mit Hilfe der Bahn sich die letzten Meter zum Gipfel stolpernd erkämpfen und dafür noch die unverspurten Hänge niederpflügen. Aber es ist nicht überall so...
Nun ja - ich müßte leugnen, wenn ich über die Abfahrt klagen würd...
Wieder am Parkplatz angelangt, machten wir es uns in der Sonne mit einer Tasse Kaffee bequem. Skitouren sind genial!
Facts
Hinterer Daunkopf [1500hm]
Stubaital von der Mutterbergalm
Tourenbeschreibung

12 Februar 2007

Jebel Misht (Oman)

Zugegeben, etwas skeptisch war ich ja schon, als der Andi den Oman zum klettern vorgeschlagen hat - war ich doch schon mit den Gedanken in Chamonix... Aber um es vorweg zu nehmen: GENIAL! Nicht nur der Berg zum klettern, auch das Land waren sehr interessant - eine Mischung aus dem Nomadenvolk ferner Geschichten und der westlichen Zivilisation mit all seinem Schnick-Schnack.
Doch war unser hauptanliegen der Jebel Misht mit seiner 1000m hohen Süd- und Südost-Wand.
Per Jeep gelangt man durch eine Wadi in dessen hinteren Ende wir unser "Basislager" aufschlugen - nix los. Von hier sind es ca. 2 Stunden rumschottern bis zu den Einstiegen. Ziel wären die beiden Routen "Make love not war" und "Shukran" gewesen. Nachdem wir die ersten 10 Seillängen der ersteren Route geklettert waren, wollten wir in den nächsten Tagen die komplette Tour klettern. Allerdings legte ein Virus 50% unseres Teams für die nächsten Tage ausser gefecht...
Dafür konnten wir nach ein paar Tagen Genesung "Shukran" klettern: 23 Seillängen geniale und abwechslungsreiche Kletterei entlang von Rissen, Verschneidungen und Platten - alles was das Herz begehrt. Zudem sind die meisten Stände drin, wobei zwischendrin immer noch genug Platz für die eigene Schlosserei bleibt. Und das Beste: kaum ein wackliger Griff, fast ein Ambiente wie an der Marmolada. Nur noch weniger los.

Nach gut 10h lag die umgebende Landschaft unter uns und wir konnten die Abendstimmung am Gipfel geniessen - neben dem Funkmasten. Da keiner von uns beiden Lust auf ein kaltes Biwak hatte, stiegen wir noch am Abend ab, um irgendwann im dunkeln den halben Berg zu umwandern - bis wir endlich mitgenommen wurden: shukran!


Facts Jebel Misht (Oman)
Shukran [7+, 1000m]
Bericht der Erstbegeher gibts hier
Material: 60m-Halbseile, 1 Satz Rocks und Friends (#0.5-4), 10 Expressen, Hammer+Haken und ca. 3-4 Liter H2O pro Person

Make love not war [7b, 1000m]
Infos hier
Material: 60m-Halbseil, 1 Satz Rocks und Friends, Expressen. Biwakausrüstung kann im Haulbag bis zum Biwakplatz mitgenommen werden.

Gern geb ich auch Tipps bei Fragen zur Planung etc.


04 Februar 2007

Renkfälle: Dampfstrahler (Ötztaler)

Mit Frank und Tom nahmen wir mal wieder den weiten Weg zu den Renkfällen auf uns, um unseren Eishunger zu stillen.
Die Erfahrungen der letzten Wochen habens gezeigt: ein frühzeitiger Aufbruch lohnt sich, um nicht im Stau zu stehen...Kurz nach der Stalanzalm kommen die Renkfälle ins Blickfeld - und noch keine Seilschaft drin:-)

Ziel ist diesmal der Dampfstrahler - die fette Säule im linken Bereich. Nach der ersten gemütlicheren Seillänge zum Aufwärmen gehts dann los:Doch das geniale Eis, inzwischen mit mächtig vielen Hooks, ist einfach genial.Frank macht sich bereit fürs Finale: die fette letzte Säule:Oben in der Sonne angelangt: auch Eiskletterer sind keine lichtscheuen Kreaturen, wie so oft gemunkelt wird!An der Renkhütte fehlt nun leider die Hopfenkaltschale, doch auch ohne lässt es sich aushalten, während die anderen noch im Schatten abhängen.Beim Abstieg wartet noch eine kleine Überraschung...... noch mal vielen Dank für die Schnapserl und den Rucksacktransport vom Hans und Stephan. Also: wenn die Alm mal im Winter offen hat: gönnt Euch hier ein Bierchen :-)

Facts
Spinnenbein bzw. Dampfstrahler [WI5+/6-, 170m]
Renkfälle - Ötztaler
Tourenbeschreibung

21 Januar 2007

Renkfälle: Eisspur (Ötztaler)

Wir wagen uns an die Renkfälle in der Hoffnung auf reichlich Eis. Spannend ist dann immer der Moment, sobald die Wand ins Blickfeld kommt. Und siehe da: Gelatti!

Für'n Dirk sind es die ersten Seillängen im Eis. Daher klettern wir am Samstag zuerst den klassischen Renkfall um nach einer gemütlichen Hüttennacht am nächsten Tag die Eisspur zu klettern.
Die Eisspur ist die etwas weniger Massive Linie in Wandmitte mit der dünneren Säule. Während der Rest OK ausschaut, verspricht die Säule ein paar spannende Meter.
Von der Säule wurden wir nicht enttäuscht: spannende Meter über dünnes Eis bis zum Eisbalkon, danach wurds massiv - aber eine geniale Länge.Nach der dünnen Säule wartet oben wieder massives Eis.
Etwas genervt von dem spröden Eis am Ausstieg bring ich die letzt Länge hinter mich. Nun folgt noch ein kurzes Block-Labyrinth und gemütlich gehts über die Renkhütte zu den Rucksäcken...

...und einem anschliessenden langen Hatsch zum Auto.

Facts
Eisspur [WI6, 170m]
Renkfälle - Ötztaler

14 Januar 2007

Pleispitze (Außerfern)

Trotz der miesen Schneelage wollten wir endlich mal wieder auf Ski unterwegs sein. In der Hoffnung auf den grasigen Hängen der Pleisspitze eine ausreichende Schneelage vorzufinden, gings mit Steffi und Andrea nach Obergarten bei Lermoos. Durchs Gartental gelangten wir über den Sommerweg in den hinteren Talkessel.Von den herrlichen Südhängen aus hat man ein super Blick über den Kessel von Ehrwald.

Leider wurds nach oben hin immer stürmischer und auch ziemlich kalt, so daß es eher eine kurze Gipfelpause gab.
In den Triebschnee gefüllten Mulden fanden wir sogar richtig guten Pulver in ausreichender Menge...

...und die Brotzeit konnte in einer windgeschützten Stelle nachgeholt werden :-)

Facts
Pleispitze [1200hm]
Außerfern
Tourenbeschreibung: Panico Skitourenführer - Lechtaler